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Metatrons Würfel

Symbole & Amulette

Definition

Metatron's Cube ist eine sakralgeometrische Figur aus 13 Kreisen, die im Muster der Frucht des Lebens angeordnet sind — verbunden durch gerade Linien zwischen jedem Kreismittelpunkt und allen anderen. In dieser Struktur sind alle fünf Platonischen Körper eingebettet. In der Kabbala gilt die Figur als Symbol des Erzengels Metatron, dem die Aufgabe zugeschrieben wird, den Energiefluss durch die gesamte Schöpfung zu lenken.

Ausführliche Erklärung

Ausgangspunkt ist die Frucht des Lebens — 13 Kreise, die aus dem Raster der Blume des Lebens herausgelöst werden. Verbindet man den Mittelpunkt jedes Kreises mit dem Mittelpunkt aller anderen, entstehen 78 Linien, die zusammen den Würfel bilden. In dieser Geometrie lassen sich alle fünf Platonischen Körper ablesen: Tetraeder, Würfel, Oktaeder, Dodekaeder und Ikosaeder. In der Kabbala sitzt Metatron als Erzengel an der Spitze des Lebensbaums und gilt als Verbindung zwischen dem Göttlichen und der materiellen Welt. Sein Würfel wird als geometrischer Bauplan aller physischen Materie verstanden — die Vorlage, aus der dreidimensionale Form entsteht. Praktizierende der Sakralgeometrie und Menschen, die im Rahmen von Hermeticism arbeiten, nutzen ihn als Meditationsfokus und als Symbol zur energetischen Abgrenzung.

Geschichte & Ursprünge

Die Blume des Lebens, aus der Metatron's Cube abgeleitet wird, ist in den Tempel des Osiris in Abydos, Ägypten, eingeritzt — manche Darstellungen werden auf etwa 535 v. Chr. datiert, wobei diese Datierung unter Forschern umstritten ist. Die spezifische Konstruktion, die heute als Metatron's Cube bekannt ist, ist eine moderne Synthese: Der Name taucht weder im Sohar (13. Jahrhundert, Spanien) noch im älteren Sefer Yetzirah auf. Der Erzengel Metatron selbst erscheint in der jüdischen Mystik, unter anderem im 3. Henoch (Sefer Hekhalot), der wahrscheinlich zwischen dem 5. und 7. Jahrhundert n. Chr. zusammengestellt wurde. Die benannte geometrische Figur in ihrer heutigen Form wurde im 20. Jahrhundert durch Drunvalo Melchizedek verbreitet — vor allem durch seine Workshops in den 1990er Jahren und sein Buch *The Ancient Secret of the Flower of Life* (1999).

Praktische Tipps

Wenn du mit Metatron's Cube arbeiten möchtest, fang damit an, eine genaue Version zu drucken oder selbst zu zeichnen — Drunvalo Melchizedeks *The Ancient Secret of the Flower of Life* (Bd. 1 & 2) enthält die vollständige geometrische Konstruktion. Du kannst die Figur unter dein Meditationskissen legen oder auf deinen Altar stellen. In Sakralgeometrie-Kreisen ist es üblich, die Linien vor dem Sitzen mit dem Finger nachzufahren — das hilft, die Aufmerksamkeit vor Atemübungen oder Visualisierungen zu bündeln. Für digitale Nutzung gibt es Apps wie Sacred Geometry HD, mit denen du die eingebetteten Platonischen Körper dreidimensional drehen kannst, was die Struktur deutlich anschaulicher macht. Wer sich für den kabbalistischen Aspekt interessiert, findet im Studium des Lebensbaums einen sinnvollen Einstieg — das gibt dem Symbol mehr Tiefe, als es rein geometrisch zu betrachten.