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Definition

Chakra Stones sind bestimmte Kristalle, die jedem der sieben Hauptchakren auf Basis von Farbentsprechungen zugeordnet werden — in manchen Traditionen auch nach elementaren oder energetischen Eigenschaften. Roter Jaspis, Granat und Hämatit stehen für das Wurzelchakra; Karneol und orangefarbener Calcit für das Sakralchakra; Citrin für den Solarplexus; Rosenquarz und grüner Aventurin für das Herzchakra; Sodalith und Lapislazuli für das Kehlchakra; Amethyst für das dritte Auge; und klarer Quarz oder Selenit für das Kronenchakra.

Ausführliche Erklärung

Das System funktioniert in erster Linie über Farbentsprechungen: rote Steine für das Wurzelchakra, orange für das Sakralchakra, gelb für den Solarplexus, grün oder rosa für das Herzchakra, blau für das Kehlchakra, indigoblau für das dritte Auge, violett oder weiß für das Kronenchakra. Wer damit arbeitet, legt den jeweiligen Stein während einer Meditation oder Körperarbeit auf oder neben die entsprechende Körperstelle — oder trägt ihn einfach bei sich, um die Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Zentrum zu lenken. Das zugrunde liegende Modell stammt aus dem hinduistischen Tantra und bezieht sich auf *Prana* — die Lebensenergie, die in yogischen und ayurvedischen Traditionen beschrieben wird — die durch feine Energiekanäle, die sogenannten *Nadis*, fließt und sich in den Chakra-Punkten verdichtet. Kristallheilung als eigenständige Praxis ist kein Bestandteil des klassischen hinduistischen Tantra; die Zuordnung von Steinen zu Chakren ist eine moderne Synthese, die größtenteils durch New-Age-Publikationen der 1980er und 1990er Jahre entstanden ist.

Geschichte & Ursprünge

Das Chakra-System hat seinen Ursprung in hinduistischen Tantratexten und wird am präzisesten im Sanskrit-Traktat *Sat-Cakra-Nirupana* beschrieben, den Purnananda 1577 n. Chr. verfasste. Dieser Text beschreibt sechs Chakren mit Mantras, Gottheiten und Elementarzuordnungen — Kristallentsprechungen kommen darin nicht vor. Im Westen wurde das System vor allem durch Sir John Woodroffe (der unter dem Pseudonym Arthur Avalon schrieb) bekannt, dessen Übersetzung *The Serpent Power* von 1919 das Sanskrit-Quellmaterial einem englischsprachigen Publikum zugänglich machte. Der Theosoph C.W. Leadbeater deutete das System dann durch eine westlich-okkulte Brille um — in seinem 1927 erschienenen Buch *The Chakras* führte er Farbzuordnungen ein, die erheblich von den Sanskrit-Originalen abwichen. Die konkrete Zuordnung von Kristallen zu Chakren wurde schließlich durch New-Age-Publikationen standardisiert: Anodea Judiths *Wheels of Life* (1987) und Melodys *Love Is in the Earth* (1991) waren die meistgelesenen Werke, die die farbcodierten Steinentsprechungen festlegten, die heute als Standard gelten.

Praktische Tipps

Fang mit Anodea Judiths *Wheels of Life* (1987) an — das ist nach wie vor die verständlichste englischsprachige Einführung in das Sieben-Chakren-Modell und erklärt nachvollziehbar, warum bestimmte Steine den einzelnen Zentren zugeordnet wurden. Ihr Folgeband *Eastern Body, Western Mind* (1996) geht tiefer in die psychologische Ebene. Wer einen breiteren Überblick über Feinkörpersysteme verschiedener Traditionen möchte, findet in Cyndi Dales *The Subtle Body* (2009) eine gründliche und gut belegte Darstellung. Wenn du praktisch mit den Steinen arbeiten willst, nimm dir ein Chakra nach dem anderen vor: Besorg dir den entsprechenden Stein, sitz damit zehn Minuten in einer Meditation mit Fokus auf die jeweilige Körperstelle, und halt über ein paar Wochen kurz schriftlich fest, was du dabei bemerkst.