Zurück zu Engel & Geistführer

Aufgestiegene Meister

Engel & Geistführer

Definition

Ascended Masters sind spirituell erleuchtete Wesen, die einst als Menschen gelebt haben, den Kreislauf der Reinkarnation überwunden haben und seitdem als Lehrer und Führungswesen aus der geistigen Welt zugänglich bleiben.

Ausführliche Erklärung

Ascended Masters werden als Wesen beschrieben, die im Laufe vieler Inkarnationen spirituelle Meisterschaft erlangt haben und sich danach entschieden, der Menschheit als Lehrer erreichbar zu bleiben, anstatt sich in höhere Ebenen zurückzuziehen. Das Konzept ist doktrinärer Natur — es funktioniert innerhalb der theosophischen und post-theosophischen Traditionen, aus denen es hervorgegangen ist. Zu den am häufigsten genannten Ascended Masters gehören Jesus und Buddha (aus den abrahamitischen und buddhistischen Traditionen), Quan Yin (Mitgefühl), Saint Germain (Transformation und die „violette Flamme“), Kuthumi (Weisheit und Bildung), El Morya (göttlicher Wille) und Lady Nada (bedingungslose Liebe). Jeder ist einem bestimmten Wirkungsbereich zugeordnet. In der theosophischen Literatur gelten Kuthumi und El Morya als die beiden „Mahatmas“, die in den 1880er Jahren mit Blavatsky korrespondierten — Briefe, deren Echtheit seit dem Hodgson-Bericht der Society for Psychical Research von 1885 umstritten ist. Praktizierende verbinden sich mit diesen Gestalten durch Meditation, Gebet, Channeling und Anrufung und deuten wahrgenommene Antworten — inneres Wissen, Bilder oder Worte in der Meditation — als Führung aus der jeweiligen Quelle.

Geschichte & Ursprünge

Das Konzept wurde von Helena Blavatsky und der Theosophischen Gesellschaft ab den 1870er Jahren entwickelt. Blavatskys *Isis Unveiled* (1877) und *The Secret Doctrine* (1888) legten die zugrundeliegende Kosmologie dar, und die *Mahatma Letters* (1880–1885, posthum veröffentlicht 1923) enthielten direkte Lehren, die den Meistern Kuthumi und Morya zugeschrieben wurden. Charles W. Leadbeater baute das System in *The Masters and the Path* (1925) weiter aus. Die „I AM“-Bewegung, gegründet von Guy und Edna Ballard in Chicago im Jahr 1932 nach Ballards angeblicher Begegnung mit Saint Germain am Mount Shasta, etablierte den Begriff „Ascended Masters“ und fügte die Praxis der violetten Flamme hinzu. Die Church Universal and Triumphant, 1958 von Mark und Elizabeth Clare Prophet gegründet, wurde zur bekanntesten Nachfolgeorganisation mit ihrem Höhepunkt in den 1980er Jahren. Doreen Virtues *Archangels & Ascended Masters* (2003) brachte das Konzept in die breitere Angel-Work-Literatur.

Praktische Tipps

Lies dich über einzelne Meister ein, bevor du sie anrufst — wähle die Gestalt, die zu dem passt, womit du gerade arbeitest: Saint Germain für Transformationsarbeit, Quan Yin für Mitgefühlspraktiken, Kuthumi für Lern- und Studienprozesse. Eine kurze, klare Anrufung zu Beginn einer Meditation funktioniert besser als ein langer Einstieg: Nenne den Meister, formuliere dein Anliegen, dann zehn Minuten Stille. Halte direkt danach fest, was du wahrgenommen hast — über Wochen hinweg werden vage Eindrücke konkreter. Als Einstieg eignen sich Doreen Virtues *Archangels & Ascended Masters* (2003) und Joshua David Stones *The Complete Ascension Manual* (1994); die *Mahatma Letters* selbst sind anspruchsvoller, aber die primäre Quelle für die theosophische Linie.